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Jiggers 2020: Hilfe für Hände und Füße

Bei der Krankheit Jiggers handelt es sich um Parasitenbefall durch Sandflöhe. Der Parasit bohrt sich in die Haut, häufig an den Füßen oder auch den Händen. Dort werden Eier ausgebrütet, welche bis zu einer Größe von 1 cm anschwellen. Der Befall führt zu Entzündungen und Absterben der Haut. Schreiben oder Laufen wird zunehmend schwerer. 

Die Bilder zeigen die Behandlung mit Kaliumpermanganat. Das Mittel muss innerhalb von sechs Wochen dreimal angewandt werden bis die Parasiten abgestorben sind. Danach ist der Patient vollständig geheilt.

 

Wie lässt sich die Krankheit vermeiden?

  • Hygiene, regelmäßige Reinigung mit Kernseife

  • Feste Böden in Hütten und Schulen, da sich die Flöhe im warmen Erdreich und Sand besonders wohlfühlen.

  • Festes Schuhwerk

  • Getrennte Räumlichkeiten für Mensch und Tier

 

Wie lässt sich eine solch große Anzahl an Menschen heilen? Wer sind die Partner vor Ort?

Eine solch große Anzahl an Behandlungen kann nur mit einem kompetenten Ärtze-Team durchgeführt werden. Unser Projektpartner, der Verein Wir helfen in Afrika e.V. arbeitet sehr erfolgreich mit dem Team „Neat Feet Health Trust“ zusammen. Sie organisieren die Abläufe und Behandlungsorte, die meist in Schulen sind. Das Team kann beachtliche Erfolge in der Bekämpfung der Krankheit vorweisen: Bis Juni 2019 konnten rund 9.800 Menschen nachhaltig geheilt werden. Ziel ist, den kompletten Kwale-Distrikt (Südkenia) zu 90 % von „Jiggers“ zu befreien. Die Projektträger begleiten die Behandlung auch durch Präventionsarbeit. Die Familien der Erkrankten gehen auch heute oft noch davon aus, das die Betroffenen (häufig Kinder) verhext sind und die Anschwellungen deshalb auftreten. Eine Jiggers-Therapie kostet ca. 5 €. 

Wir haben das Projekt, gemeinsam mit zwei großzügigen Spendern, die anonym bleiben möchten, mit einer Zuwendung von insgesamt 50.000 € unterstützt.